Der Ortsname von Rhüden im Wandel der Jahrhunderte

Der Ortsname Rhüdens hat sich im Laufe der Zeit verändert. Der mundartliche Name wurde von den ersten Urkundenschreibern (Mönche) „lateinisiert“, d.h. der von der Bevölkerung gebräuchliche Name wurde umgesetzt in die „Beurkundungssprache“ Latein. Daraus hat sich im Laufe der Jahrhunderte der heute gebräuchliche Name gebildet.

Der Ortschronist Wilhelm Rademacher hat folgende Schreibweisen ermittelt:

 

822 – 875 Riudiun und Riudiana marca(Mark)

844 Rudingera marca

946 – 956 Ruderia marca

1007 Riudiun

1143 Riudin

1148, 1150,1155 Ruden

1155 Riudim

1162 Riudem

1195 Ruden

1234 Ruden

1288,1189 maiori Ruden(Gr. Rhüden)

1296 paro Ruden(Kl. Rhüden)

Allerdings lt. Günther/“Der Ambergau“, S.531 . bereits 1270 Gr. Rhüden und Kl. Rhüden

und lt. „Grafen v. Wöltingerode“, S. 469, ebenfalls 1270 Gr. Rhüden und Kl. Rhüden

Im letztgenannten Buch wird die Teilung des „Ambergaus“ mit dem Jahr 1275 angegeben, als die Wohldenberger Grafen ihre Grafschaften verkauften und verschenkten.

Allgemein kann man sicher die Aussage treffen dass der Name von dem Ursprung „In den Rieden“ –Ried = Schilfland- abgeleitet ist. Die in den Gemarkungen Gr.- und Kl.Rhüden vorhandenen „Wannennamen“ „Masch“, „Im Wiesenbruch“ und „Bü“ und „Boy“ legen dies nahe.

Zusammenstellung: Friedrich-Wilhelm Harenberg
Ergänzungen: Ernst Pahl