Freibad Rhüden

 

Unser Freibad hat einiges zu bieten

 

  • 25 m Schwimmbecken mit 6 Bahnen (Wassertiefe 90-135 cm)
  • Kinderplanschbecken
  • Einzel- und Sammelumkleide sowie Warmwasserdusche
  • weitläufige und gepflegte Liegewiesen auf ca. 10.000 m²
  • kleiner Kinderspielplatz mit Kletterturm, Karussell u.v.m.
  • Kiosk mit zahlreichen Speisen und Getränken inklusive Sonnenterrasse
  • gemütliche Hütte mit Feuerstelle
  • Großräumiger Parkplatz direkt am Freibad
  • Kostenfreies öffentliches WLAN

Öffnungszeiten & Eintrittspreise

 

Öffnungszeiten (GESCHLOSSEN):

Mo. – So. 7.00 – 19.00 Uhr (Saison: Mai – September)

Eintrittspreise:

Einzelkarten
Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre                     1,00 €
Erwachsene                                                        1,50 €

Saisonkarte
Saisonkarte Kinder                                            15,00 €
Saisonkarte Erwachsene                                    25,00 €
Saisonkarte Familie                                           35,00 €

Kontakt

Freibad des TSV Rhüden e.V.
Wilhelm-Busch-Straße 1
38723 Seesen – OT Rhüden
Telefon: (05384) 96 95 841

Die historische Badeanstalt von Rhüden

Das Rhüdener Freibad hatte zuerst einen Vorgänger. Diese „historische“ Badeanstalt war sehr spartanisch aufgestellt. Direkt in der Nette an der Mühle hatte man ein kleines Becken angestaut. Am Ufer waren einige Umkleide-Kabinen aufgebaut. Das Becken verfügte über ein kleines Sprungbrett, von dem aus sich Tollkühne in die Fluten stürzen konnten. Da das Wasser naturtrüb war, konnte man nur erahnen, wohin die Reise nach unten gehen würde. In den vierziger Jahren reifte dann der Plan heran, eine richtige Badeanstalt für den Ort zu bauen.

Mehr zur Geschichte der Rhüdener Badeanstalt

Seinerzeit sagte man zu allen öffentlichen Einrichtungen „Anstalt“, weil es sich um eine Veranstaltung – also Einrichtung – der Öffentlichkeit handelte. Viele dieser Namen sind geblieben, so etwa bei der „Bade-Anstalt“ oder der „Haft-Anstalt“. Gegenwärtig sind diese Begriffe aber am Aussterben, weil sie zu negativ behaftet sind. So heißt unsere Badeanstalt derzeit Freibad, weil es im Gegensatz zum Hallenbad nicht überdacht ist. Bei der Planung des heutigen Freibades stand die Überlegung im Vordergrund, eine gemeinsame Anlage für (Groß) Rhüden und Mechtshausen zu errichten. Daher der heutige Standort! Zudem brauchte man ausreichend sauberes Frischwasser, das ganzjährig in weitgehend unbegrenzter Menge zur Verfügung stand, da ja die Öffnungsperioden witterungsbedingt schwanken. Vom nahgelegenen Heber aus strömt ganzjährig viel Wasser ins Nettebecken, was man eindrucksvoll am Flüsschen „Lutter“ studieren kann. Dies führt ganzjährig sehr viel Wasser durch die „Grund“ am Freibad vorbei in das Nettebecken. Daher brachte man einen Brunnen im Einzugsbereich (an der Südwest-Seite des Areals) aus. Von dort gelangt auch in Dürreperioden in ausreichender Menge frisches Quellwasser in die Anlage des Freibades.  

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Das neugebaute Freibad verfügte über ein großes Becken mit 50 Metern Länge sowie einen Sprungturm mit einem Dreimeter-Brett. Durch die Beckentiefe und das Ausmaß war es erforderlich, einen Bademeister anzustellen. An der Ostseite des Freibades befand sich eine riesengroße Liegewiese, die auch tatsächlich benötigt wurde, da das Bad in der Folgezeit sehr gut angenommen wurde. Auf dem Gelände an der Westseite wurde ein festes Haus mit Badmeister-Wohnung und Umkleidekabinen sowie einer Toiletten-Anlage errichtet. Mitten auf dem Gelände wurde zusätzlich ein Kiosk gebaut. Dieses Ensemble wurde von der Bevölkerung insgesamt sehr gut angenommen. Das änderte sich jedoch schleichend. Zwar nutzte der TSV Rhüden mit seiner sehr erfolgreichen Schwimmabteilung auch weiterhin regelmäßig das Bad, der Besuch der Bevölkerung ging aber im Zuge der beheizten Freibäder nach und nach so weit zurück, dass ein kostendeckender Betrieb nicht mehr gegeben war. Vor allem die Bezahlung eines Bademeisters war nicht mehr möglich. Der Badebetrieb wurde dann in den 80ger Jahren eingestellt.

Die Schwimmabteilung des TSV wollte diesen Zustand jedoch nicht kampflos hinnehmen und man gründete kurzerhand einen Förderverein für das Freibad. Immerhin rund 700 Mitglieder traten ihm bei und dadurch war eine recht gute Ausgangslage für die Verhandlungen mit der Stadt gegeben. Die Verantwortlichen des TSV Rhüden hat die Verhandlungen dann so weit treiben können, dass der Fortbestand des Bades möglich erschien. Dazu wurden allerdings wichtige Änderungen vorgenommen: Der Sprungturm wurde abgebrochen, das Becken auf 25 Meter Länge gekürzt und die maximale Wassertiefe auf 1,35 Meter verringert. Durch diese Maßnahmen konnte künftig auf einen Bademeister verzichtet werden. Ende der achtziger Jahre war es dann so weit: Das Bad öffnete wieder seine Tore. Seitdem bietet das Bad mit seinem alten Baumbestand und seiner traumhaften Lage einen attraktiven Badebetrieb für Jung und Alt. Text: Johannes Koch

Freibadbeauftragter Robert Michel | 0175 / 46 21 395 | freibad-rhueden@web.de